Persönliche Vorstellung mal anders | Argumentorik

Persönliche Vorstellung mal anders: Vier Tipps für eine originelle Vorstellung von sich selbst

von Argumentorik, 25. Februar 2019

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Vorstellungsrunden – jeder kennt sie, jeder hat schon tausendfach mitgemacht. Doch warum sagen die meisten Menschen bei ihrer tausendsten Vorstellung immer noch den gleichen langweiligen Text? Im besten Fall bietet man 2 bis 3 Sätze zu Alter, Beschäftigung und Herkunft. Ansonsten sind die Informationen irrelevant, der Sprecher desinteressiert, zurückhaltend oder schüchtern.

Es scheint, als wäre diesen Menschen gar nicht bewusst, wieviel der erste Eindruck zählt. Mit Ihrem ersten Auftritt bilden sich alle Anwesenden eine Meinung von Ihnen: Was für ein Typ sind Sie? Was kann man von Ihnen erwarten? Warum sollte man sich an Sie erinnern?

Sie haben es in der Hand. Hier sind vier wegweisende Verhaltensweisen für einen denkwürdigen ersten Eindruck:

Tipp 1 für Ihre persönliche Vorstellung: Seien Sie selbstbewusst

Keine falsche Bescheidenheit. Wenn Sie sich als unsichere Person vorstellen, wird man Sie daraufhin konsequent unterschätzen. Viele Menschen glauben, es wirke sympathisch, sich zurückhaltend und hilfsbedürftig zu präsentieren. Die Idee ist: „Nur nicht eingebildet wirken. Später kann ich allen zeigen, was ich drauf habe!“

Das Problem: Sowas geht fast nie auf. Die anderen erwarten ja bereits, dass Sie wenig Leistung bringen. Alles was Sie dann tun, erscheint automatisch amateurhaft oder wird als Anfängerglück abgetan.

Achtung! Selbstbewusstsein heißt nicht, dass Sie sich aufplustern sollen. Seien Sie für mich selbst mitnehmensich einfach im Klaren darüber, was Sie können und machen Sie das deutlich.

Stellen Sie sich selbst vorbereitend zwei Fragen:

– Was kann ich gut?

– Was werde ich zur Veranstaltung beitragen?

Notieren Sie sich mindestens drei Antworten. Auf dieser Basis bauen Sie Ihr Selbstverständnis auf.

Tipp 2 für Ihre persönliche Vorstellung: Seien Sie authentisch

Authentizität hat eine einfache Regel: Seien Sie entspannt und nehmen Sie sich selbst und die gesamte Situation nicht so ernst. Egal ob Bewerbungsgespräch oder Kennenlernrunde: Es mag Ihnen unangenehm sein, wenn alle Augen auf Sie gerichtet sind. Aber sehen Sie das nicht als Prüfung. Es ist eine Chance – Sie gewinnen Erfahrung. Fragen Sie sich deshalb vorbereitend:

– Warum ist diese Veranstaltung ein Geschenk für mich?

– Was will ich für mich selbst mitnehmen?

Für das eigene Wirksamkeitsempfinden lohnt es sich, diese Fragen zu beantworten. Sie werden sich innerlich ruhiger

Tipp 3 für Ihre persönliche Vorstellung: Seien Sie klar

Je verständlicher Sie reden, umso kompetenter wirken Sie. Sagen Sie es kurz und knackig. Unter- oder übertreiben Sie nicht. Bleiben Sie bei den Fakten.

Für Klarheit ist wichtig, dass Sie sich nicht nur intensiv mit dem Thema beschäftigen, sondern auch mit den Erwartungen an Sie. Seien Sie sich zu 100% bewusst, wofür Sie verantwortlich sind und wofür nicht. Stellen Sie sich die Fragen:

– Welche Rolle spiele ich bei dieser Veranstaltung?

– Wen repräsentiere ich?

Wenn Ihnen selbst Ihre Rolle klar ist, können Sie diese auch überzeugend vertreten.

Tipp 4 für Ihre persönliche Vorstellung: Seien Sie originell

Der Eindruck, den Sie bis jetzt geschaffen haben, ist die Plattform. Sie sind seriös. Jetzt können Sie sich selbst präsentieren. Erschaffen Sie ein Label, an das man sich erinnert.

Wie das aussehen kann? Ich persönlich stelle mich immer so vor: „Ich bin Johannes Stark und mir ist es wichtig, Perspektiven zu wechseln – meine eigene und die meiner Mitmenschen. Und das ist der Grund, warum ich heute hier bin.“

Immer wenn ich mich vorstelle, sage ich als erstes, wofür ich stehe. Was wäre das bei Ihnen?

Fragen Sie sich:

– Was ist Ihnen wirklich wichtig?

– Wofür sollen die anderen Sie kennen?

Diese kleine Information anzusprechen hat eine große Wirkung! Sie treten zum Vorschein. Damit haben Sie es selbst in der Hand, welches Bild Sie im Kopf der anderen Teilnehmer von Ihnen erschaffen. Sie bestimmen, wie man Sie einschätzt und im Gedächtnis behält.

Deshalb: Keine falsche Scheu! Seien Sie mutig! Seien Sie aufregend anders!

Die Königsdisziplin: Eine originalle Vorstellung von sich selbst beim Bewerbungsgespräch

Im Assessment Center kann Ihre persönliche Vorstellung entscheidend sein: Für wie kompetent hält Sie Ihr Gegenüber? 

Hinweis: Wie groß ist der Einfluß des ersten Eindrucks bei der persönlichen Vorstellung? Diese Video-Lektion aus dem Online-Kurs “Bewerbungstraining mit Praxisbeispielen und Übungen” gibt Antwort:

Dabei genügt es leider nicht, dass Sie nur ein bis zwei Sätz zu sich sagen. Ganz im Gegenteil. Ihr Gegenüber erwartet im Normalfall, dass Sie mindestens 60 Sekunden über sich selbst reden können, ohne ins Stocken zu kommen oder sich zu Widerholen.

Wie Ihnen das gelingt?  Die Antwort ist üben, üben, üben. Wir empfehlen eine Vorbereitung in drei einfachen Schritten: (1) Legen Sie sich einige Stichworte zu Ihrer Selbstvorstellung zurecht – denn die Aufforderung “Sagen Sie doch mal ein bisschen was zu sich …” kommt fast immer. Nutzen Sie die oben gestellten Fragen als Anregung. (2) Tragen Sie Ihre Vorstellung mindestens zwei mal laut vor, damit Sie ein Gefühl für den Klang der Aussagen bekommen. Prüfen Sie dabei: Fühle ich mich authentisch mit dem, was ich über mich sage? (3) Stellen Sie sich einem Freund/einer Freundin vor und bitten Sie um Feedback. Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck von der Wirkung, die Ihre Vorstellung auf andere Menschen hat.

Wenn Sie diese drei Vorbereitungsschritte beachten, ist eine originelle, persönliche Vorstellung auch beim Bewerbungsgespräch kein Problem mehr für Sie.

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Autor: Johannes Stark

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