Die wichtigste Rhetorik-Regel: Kenne dein Publikum!

von Argumentorik, 25. März 2016

Die wichtigste Rhetorik-Regel lautet: Kenne dein Publikum. Es ist wichtig, zu unterscheiden, vor welchem Publikum man spricht. Es gibt dazu ein wunderschönes Zitat von Konrad Adenauer. Er hat einmal gesagt:

„Wir alle leben zwar unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht alle den gleichen Horizont.“

Ein sehr interessantes Zitat, was deutlich macht, dass alle Menschen anders sind.

Der Redner muss also unbedingt beachten, vor welchem Publikum er steht. Also erstens, handelt es sich um ein Fachpublikum oder um ein Laienpublikum? Spreche ich also vor Profis oder vor Menschen, die in dem Thema nicht so richtig drin sind? Zweitens, ist es ein junges Publikum oder ist es ein altes Publikum? Soll ich also eher locker rüberkommen oder eher seriös? Dann drittens, sind es Männer, Frauen oder ein gemischtes Publikum? Auch da sollte man sich auf jeden Fall anpassen. Und auch solche Themen wie: Wo kommen meine Zuhörer her, also was ist deren Nationalität? Was für einer Religion hängen sie an? Und natürlich auch, was für eine Gesellschaftsschicht ist es, vor der ich spreche? Das heißt, der professionelle Redner macht sich vorher die Gedanken, welches Publikum es ist und hält dementsprechend seine Rede.

Es ist sogar so, dass die gleiche Rede von einem Publikum  mit ganz viel Applaus beschenkt wird und die gleiche Rede vor einem anderen Publikum mit ganz viel Gähnen und ganz viel Langeweile beschenkt wird. Der Redner muss sich als Erstes fragen: Wer sitzt da genau vor mir?

Und für Fortgeschrittene ein Zusatztipp: Ich würde mir auch immer Gedanken machten, nachdem ich weiß, wer vor mir sitzt: Was denken die anwesenden Menschen? Wovon sind sie wahrscheinlich überzeugt? Was sind wahrscheinlich deren Ansichten, an denen ich anknüpfen kann? Denn sehr wichtig ist es als Redner, genau dort anzuknüpfen und die Zuhörer dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Also immer fragen: wer sitzt vor mir und immer fragen, welcher Ansicht sind wahrscheinlich die meisten in dem Raum, in dem ich spreche.

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Autor: Wladislaw Jachtchenko


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