Wie kleide ich mich richtig? – 3 Antworten für Redner

von Argumentorik, 8. Februar 2017

Eine Frage beschäftigt die meisten Menschen vor einem Vortrag – und bereitet manchen wahres Kopfzerbrechen:

„Was soll ich bloß anziehen?“

Natürlich gibt es keine universell richtige Lösung für den perfekten Kleidungsstil eines Redners. Sehr wohl haben wir aber drei wichtige Prinzipien für Sie, die Ihnen die Auswahl erleichtern werden.

Wenn Sie, in Vorbereitung auf einen Vortrag, mal wieder vor Ihrem Kleiderschrank stehen, stellen Sie sich folgende drei Fragen:

Erste Frage: Wen repräsentieren Sie?

Einmal sprechen Sie im Auftrag Ihrer Firma. Sie repräsentieren eine Organisation. Es geht nicht um Sie, sondern um die Produkte bzw. Dienstleistungen Ihrer Firma. Nichts sollte davon ablenken. Sie wählen schicke aber möglichst unauffällige Kleidung: dezente Farben, wenig figurbetont, auf Schmuck verzichten. Kleine Akzente setzen Sie allenfalls mit Bezug auf Ihren Auftraggeber. Konkret: Ihre Firma präsentiert sich in blauer Farbe – Sie wählen eine blaue Krawatte. Mehr brauchen Sie nicht. Sie wollen die Aufmerksamkeit des Publikums nicht auf Ihre Person lenken, sondern auf Ihre Inhalte.

Oder Sie treten im Team auf. Dann bietet es sich an, Zusammengehörigkeit zu zeigen. Sie stimmen sich farblich oder stilistisch mit Ihren Kollegen vorher ab. Praktisch heißt das: Ihre Teamkollegen tragen Businesskleidung – Sie tragen auch Businesskleidung. Die Farbwahl ist abgesprochen. Das Team steht im Mittelpunkt.

Oder aber Sie wollen als Individuum im Gedächtnis bleiben. Hier dürfen Sie auffallen. Mit einem außergewöhnlichen Outfit können Sie Ihre Botschaft unterstreichen. Fragen Sie sich: Welchen Eindruck wollen Sie beim Publikum hinterlassen? Vertreten Sie eine bestimmte Aussage? Wollen Sie Aufsehen erregen und in Erinnerung bleiben? Manche Redner haben aus diesem Grund ein ganz persönliches Markenzeichen entwickelt, das sie bei jedem Auftritt tragen. Eine Cap, ein Stirnband, ein besonderes T-Shirt – oder gleich ein ganz eigener Style. Der Effekt: Wer Sie sieht, erkennt Sie sofort wieder.

Zweite Frage: Was werden meine Zuschauer tragen?

Wichtig ist natürlich auch der Anlass, zu dem Sie sprechen. Eine Vorstandssitzung, eine Teamsitzung, ein Besuch bei einem wichtigen Kunden – die Kulisse unterscheidet sich grundlegend. Ein guter Anhaltspunkt für Sie ist der Kleidungsstil des Publikums. An dem können Sie sich immer orientieren. Die Faustregel für Sie als Redner dabei lautet: Immer eine Stufe feiner als der durchschnittliche Besucher.

Zum Beispiel: Das Publikum trägt Bürokleidung – Sie, als Redner, tragen Business Casual. Oder: Das Publikum trägt Casual – dann Sie Business Attire. Sie wollen wissen, was hinter diesen Bezeichnungen steckt? Googeln Sie! Im Internet gibt es einige Seiten, die hervorragend verschiedene Kleidungsstile beschreiben. Der große Vorteil: Wenn Sie sich stets eine Stufe feiner als Ihre Zuhörer kleiden, sind Sie immer stilvoll gekleidet und nie overdressed. Kennen Sie Ihr Publikum!

Dritte Frage: Wie fühle ich mich wohl?

Sie haben sich nun also grob auf Ihren Stil festgelegt. Dann fehlt noch eine letzte Frage: Was wollen Sie persönlich gerne tragen?

Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohlfühlen. Wenn Sie befürchten, der Anzug steht Ihnen nicht, wird es Ihnen schwerfallen, souverän aufzutreten. Wenn Ihnen die Schuhe zu eng sind, werden Sie dadurch immer ein Stück weit eingeschränkt und abgelenkt sein.

Wenn Sie Ihre Lieblingskleidung tragen – dann treten Sie auch viel lockerer und selbstbewusster auf. Das sieht das Publikum. Und so hinterlassen Sie einen rundum guten Eindruck!

Möchten Sie Ihr Auftreten und damit Ihre Persönlichkeit auf eine nächste Stufe bringen? Dann empfehlen wir Ihnen unser individuell auf Sie angepasstes Persönlichkeits-Coaching.

Autor: Johannes Stark


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