Wie Sie sich jeden Namen merken können – mit der Bilder-Technik

von Argumentorik, 25. Januar 2017

Hallo, schön Sie zu sehen, Frau… äähm, ja, wie war nochmal der Name?“

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Den meisten Menschen passiert das andauernd. Und wir alle wissen: Einen Menschen mit seinem Namen anzusprechen zeigt: Diese Person ist Ihnen wichtig! Jeder Mensch definiert sich über seinen Namen. Von Geburt an bis ins hohe Alter. Für Einige ist der Name das wichtigste Wort in ihrem Leben.

Aber ich kann mir einfach keine Namen merken.“

Falsch. Sie können. Namenmerken ist kein angeborenes Talent. Es ist Aufmerksamkeit und Übung. Und ein kleiner Trick, den wir Ihnen heute verraten.

Sie begegnen einem Menschen zum ersten Mal. Schenken Sie ihm in diesem Moment Ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

Aufgepasst: Jetzt wird der Name genannt! Sie lernen zum Beispiel zwei neue Kunden kennen: Angela Meier und Thomas Krause. Sie waren aufmerksam. Sie haben die Namen im Kopf.

Deshalb verwandeln Sie Namen sofort in einprägsame Bilder. Je schräger, so sagen es alle Gedächtniskünstler, desto besser kann man sich die Bilder später merken. Hier ist also Kreativität gefragt. Oder besser: Extreme Kreativität – und keine Angst vor Absurdität.

Die Bilder im Kopf, die Sie sich passend zu den Namen überlegen, dürfen also nicht nur absurd sein. Sie sollen absurd sein.

Kommen wir also zurück zu Angela Meier und Thomas Krause:

Angela Meier – klingt doch wie: Angeln nach Eiern.

Thomas Krause – das ist eine Tomate mit krausen Haaren.

Klingt das zu unseriös? Ja, das tut es! Aber natürlich behalten Sie die Bilder für sich. Frau Meier und Herr Krause wissen nichts davon. Die Bilder sind lediglich eine aufregende Eselsbrücke für Ihr Gehirn.

Und wie gesagt: Je aufregender, emotionaler oder lustiger Sie Ihr Bild gestalten, desto fester wird es in Ihrem Gedächtnis verankert. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Am Anfang ist das mit dem Sich-ein-Bild-überlegen etwas holprig, doch nach 5-10 Namen Ihrer Bekannten, die Sie durchgegangen sind, funktioniert es immer besser. Wir haben das ausprobiert. Und das hat tatsächlich geklappt!

Jetzt fehlt noch etwas: Die Verknüpfung zwischen Ihrem kreativen Bild und dem Menschen vor Ihnen.

Schließlich wollen Sie sich ja genau dann an Bild und Namen erinnern, wenn die dazugehörige Person vor Ihnen steht. Um das zu gewährleisten, sollte diese Verknüpfung etwas mit dem äußeren Erscheinungsbild Ihres Gegenübers zu tun haben: Ein Merkmal, an dem Sie die Person jederzeit wiedererkennen können: eine Frisur, eine Brille, eine seltsame Nase, schöne Augen, ein Muttermal – irgendetwas Markantes. Schauen Sie Ihr Gegenüber genau an und finden eine geeignete Eigenheit.

Und nun erweitern Sie Ihr anfangs geschaffenes kreatives Bild um eine kleine Geschichte, die mit dieser äußeren Eigenschaft zusammenpasst!

Zum Beispiel: Stellen Sie sich vor, wie jemand von Frau Meiers stilvoller Brille nach Eiern angelt. Malen Sie sich aus, wie krausköpfige Tomaten aus Herr Krauses großen Ohren fallen.

Spielen Sie den Film vor Ihrem inneren Auge ab. Anfangs mag Ihnen das komisch vorkommen, doch wir versprechen Ihnen: Sie werden die nach Eiern angelnde Angela Meier jetzt jederzeit wiedererkennen.

Sind Sie noch skeptisch?

Zurecht, denn es gibt zwei Schwierigkeiten:

Was ist mit Nachnamen, die nicht so einfach sind, wie Meier und Krause?

Es empfiehlt sich, komplizierte oder ausländische Namen in Einzelteile zu zerlegen. Silbe für Silbe wird dann Teil Ihrer Geschichte. Sehen Sie ungewöhnliche Namen als Herausforderung. Häufige Namen, wie Müller, Meier und Schmidt werden Sie nämlich schon bald ganz automatisch mit Bildern ersetzen.

Die zweite Herausforderung sind sehr ähnliche Namen: Angela oder Angelika?

An dieser Stelle sollten Sie sehr sorgfältig sein. Nehmen Sie auf jede Abwandlung Bezug: Vielleicht steht Angelika ja für eine Angel von Ikea zum Selber-Zusammenbauen.

Genau wie bei Nachnamen bietet es sich übrigens an, häufige Vornamen mit einer Standardauswahl an Bildern zu verknüpfen. Wenn Sie fleißig sein wollen: Legen Sie sich Ihre persönliche Namenliste an! So sind Sie auf jede neue Bekanntschaft gut vorbereitet.

Also, was machen Sie, wenn Sie Menschen kennenlernen?

1. Passen Sie gut auf, wenn der Name genannt wird.

2. Verwandeln Sie dann den Namen in ein kreatives Bild.

3. Suchen Sie sich ein besonderes äußeres Merkmal der Person.

4.Verknüpfen Sie das Bild mit dem Merkmal Ihres Gegenübers und erweitern Sie so Ihre kreative Geschichte. Das Gehirn liebt schräge Bilder!

5. Ist Ihre Geschichte schräg genug und kreativ genug, werden Sie den neuen Namen nie wieder vergessen!

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Autoren: Johannes Stark / Wladislaw Jachtchenko

 


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