3 beste Tipps gegen Lampenfieber und die Wahrheit über Lampenfieber

3 beste Tipps gegen Lampenfieber und die Wahrheit über Lampenfieber

von Argumentorik, 6. Februar 2020

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Inhaltspunkte

Nr. 1: Die Wahrheit über Lampenfieber

Nr. 2: Der beste Anti-Lampenfieber-Tipp

Nr. 3: Der einfachste Anti-Lampenfieber-Tipp

Nr. 4: Der unerwartete Anti-Lampenfieber-Tipp

Die Wahrheit über Lampenfieber

Lampenfieber ist ein Klassiker in allen Rhetorik-Seminaren weltweit. Viele Menschen haben Lampenfieber, manche Menschen haben noch mehr Angst vor dem Reden als vor dem Weißen Hai. Zu Lampenfieber gibt es auch ein sehr schönes Zitat von Mark Twain:

Das Gehirn ist eine wunderbare Sache. Es funktioniert bis zu dem Augenblick, wo man aufstehen muss, um eine Rede zu halten.

Warum haben die Menschen so viel Angst vor dem Reden?

Die Frage ist: Warum haben die Menschen so viel Angst vor dem Reden? Die Ursache auf der ersten Ebene ist, dass Menschen Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren. Warum aber haben wir Angst vor den Fehlern und vor Blamage? Der tiefere Grund ist, dass wir in einer „fehlerfeindlichen Kultur“ aufgewachsen sind. Das heißt, dass unsere Fehler in der Vergangenheit immer bestraft wurden: in der Schule, zu Hause oder an der Universität.

Wenn wir nun auf die Bühne gehen, haben wir Angst, wieder bestraft zu werden für unsere Fehler. Fehler gehören allerdings zum Prozess. Auch Unternehmer erfinden nicht von Anfang an das beste Produkt der Welt, sondern sie machen Fehler, korrigieren sie und verbessern dadurch nach und nach das Produkt. Merke: Der Fehler ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Erfolg.

Und auch ich bin in meinen Rhetorik-Kursen nur deshalb so entspannt, weil ich weiß, dass Fehler dazugehören und mich jeder Fehler ein bisschen besser macht. Deswegen brauchen wir eine neue Mentalität, und zwar, dass Fehler unsere Freunde sind. Sie gehören zum Verbesserungsprozess dazu, man sollte sie halt nur nicht zu häufig wiederholen. Diese neue Mentalität muss natürlich erst langsam im Kopf einsickern. Aber sobald diese Idee verinnerlicht ist – gehört das Lampenfieber der Vergangenheit an!

Hinweis: Möchtest Du mehr zum Thema Lampenfieber erfahren, dann schaue Dir die Video-Lektion “Die Wahrheit über Lampenfieber” aus dem Online-KursRhetorik: Selbstbewusst kommunizieren und überzeugen” anschauen:

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Der beste Anti-Lampenfieber-Tipp

Er lautet: Die Wiederholung gibt dem Redner Sicherheit und ist der beste Helfer, das Lampenfieber zu reduzieren. Es gibt dazu ein wunderschönes Zitat, gleichfalls von Mark Twain:

Um eine gute, improvisierte 3min-Rede zu halten, brauche ich mindestens 3 Tage Vorbereitung.

Der Satz ist natürlich ironisch gemeint, da die „improvisierte 3min-Rede“, für die man 3 Tage braucht, gar nicht improvisiert, sondern extrem gut vorbereitet ist.

Die Wiederholung heißt konkret, dass der Redner seine Rede (mehrmals) laut wiederholt und einübt, bis er es drauf hat. Übe Deine Rede also mindestens einmal laut, da Du dadurch Sicherheit bekommst. Die Gewissheit, dass Du das Thema Satz für Satz beherrschst – diese Gewissheit bietet Dir nur die Wiederholung! Wenn Du Deine Rede komplett durchgesprochen hast – und es geklappt hat, denkst Du Dir automatisch: „Ich kann das!“

Und wie viele Redner üben ihre Rede vorher mindestens einmal laut? Nur 10%! Wider besseres Wissen üben auch diejenigen Menschen die Rede vorher nicht ein, die besonders viel Angst und Lampenfieber haben. Wenn Du also zu den guten 10% gehören willst, ist das Wiederholen und Einüben Deiner Rede Dein bester Freund! Sei also nicht spontan, sondern sei professionell und gut vorbereitet und reduziere das Lampenfieber auf diese Weise ganz erheblich!

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Der einfachste Anti-Lampenfieber-Tipp

Er lautet: Die Struktur gibt dem Redner Sicherheit und ist ein einfacher und ein sehr guter Helfer, das Lampenfieber zu senken. Denn wenn ich genau weiß, was  mein nächster Punkt in meiner Rede sein wird und wo genau ich ihn in der Rede platzieren werde, gibt mir das ein sicheres Gefühl für meinen Vortrag. Das Bauen einer durchdachten Struktur kostet natürlich Zeit. Allerdings bekommt man dafür später als Lohn, dass man nicht mehr so nervös ist wie ohne Struktur.

Ein Tipp für Anfänger: Nehmt Euch nicht zu viel für die Rede vor. Anfänger scheitern häufig daran, dass sie die Rede mit zu vielen Punkten füllen und dadurch ihr Gehirn überlasten und nervös werden, weil sie Angst davor haben, irgendwas zu vergessen. Überlegt Euch maximal 3 Punkte und nehmt alles andere aus Eurer Rede heraus.

Für die Fortgeschrittenen gilt Ähnliches: Greift Euch 3-5 Punkte heraus und entschlackt die Rede soweit es geht. Besser weniger reden, aber dafür mit dem Gefühl in die Rede gehen, dass Ihr den eigenen Inhalt komplett beherrscht. Auch Profis überlegen sich die Struktur immer ganz genau vorher im Kopf. Sie unterscheiden sich von den Fortgeschrittenen dadurch, dass sie die Übergänge zwischen den einzelnen Punkten so gestalten, dass ein Punkt aus dem anderen „fließt“.

Egal, ob Du Anfänger bist, Fortgeschrittener oder Profi: Die Struktur hilft Dir dabei, ein bisschen weniger Lampenfieber zu haben. Alles, was Du dafür tun musst, ist etwas Zeit zu investieren und sich in der Vorbereitung zu Deinem Vortrag eine Struktur zu überlegen.

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Der unerwartete Anti-Lampenfieber-Tipp

Und dieser lautet: Der sogenannte Kontakt-Effekt. Was heißt Kontakt-Effekt? Wenn wir einen Raum haben, in dem wir einen Vortrag halten müssen, dann ist der Redner meistens schon vorher im Raum und wartet auf seinen Einsatz.

Der Kontakt-Tipp besagt, dass der Vortragende mit den Leuten in seiner Nähe in Kontakt kommt und über ein kleines Gespräch eine Beziehung zu einem oder mehreren seiner Sitznachbarn aufbaut. So hat er für später bereits Personen, die ihm sympathisch gesinnt sind und die er anschauen kann. Diese Leute stehen bereits auf „seiner Seite“ und lächeln ihn eher an, als Leute, die er noch nie gesehen hat.

Für Anfänger gilt also: Sprecht vorher mit einem Teil Eures Publikums und schaut diese Kontaktpersonen während des Vortrages an. Für Fortgeschrittene gilt jedoch: Schaut gerade die Zweifler an und versucht sie über Blickkontakt von Eurem Inhalt zu überzeugen. Denn diejenigen, die im Publikum lächeln, habt ja Ihr bereits auf Eurer Seite. Zusammengefasst heißt das: Mit dem Publikum vorher in Kontakt kommen und sich an das Publikum gewöhnen und dadurch das Lampenfieber weiter etwas reduzieren.

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Autor: Wladislaw Jachtchenko

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