Mitarbeitertraining München: Konflikte mit Kollegen lösen – aber wie?

von Argumentorik, 28. Januar 2016

Der Mensch, so schrieb Arthur Schopenhauer, ist von Natur aus rechthaberisch. Daraus folgt, dass wir in Konflikten uns selbst im Recht sehen. Das Problem dabei ist, dass objektiv gesehen, nur selten beide Recht haben können. Einer hat meist Unrecht. Gibt es zu? Natürlich nicht! Er beharrt auf seiner Position. Und ich? Ich natürlich auch.

Aus dieser Pattsituation kommt man im Alltag nur selten heraus. Häufig verhärten sich erst auf sachlicher Ebene die Fronten, einige Zeit später wird es persönlich. Und manchmal auch beleidigend. Was tun, um den Konflikt zu lösen? Das zeigt Ihnen dieser Artikel.

Schritt 1: Dem Anderen zeigen, dass man ihn versteht

Der erste Schritt in Richtung Konfliktlösung ist es, dem Anderen das Gefühl zu vermitteln, dass man seine Sichtweise der Dinge versteht. Das heißt nicht, dass man seine Sicht gut heißt. Lediglich die Logik seines Denkens nachvollziehen kann. Warum das nützlich ist für die Konfliktlösung? Ganz einfach: Die Menschen sind reziprozitätssüchtig. Auf Deutsch: Wenn Du versuchst, mich zu verstehen, dann werde ich auch versuchen, Dich zu verstehen. Nur sind die wenigsten bereit, selber in Vorleistung zu gehen. Daher gilt auch hier: Der Klügere gibt nach. Heißt also: Sie müssen sich erst die Sichtweise des Anderen anhören. Nicht weil Sie es wollen. Sondern weil Sie verstehen, dass ohne diesen Schritt der Andere Ihnen nicht wirklich zuhören wird.

Schritt 2: Gemeinsamkeiten herausarbeiten

Für gewöhnlich sehen Konfliktparteien den Sachverhalt und dessen Bewertung ganz anders. Und dennoch gibt es bei jedem Konflikt Punkte, auf die sich beide einigen können. Statt sich also auf Meinungsunterschiede zu konzentrieren, lernen Sie auch beim Mitarbeitertraining München, dass man sich auf Konsensbildung fokussieren sollte. Denn Gemeinsamkeiten veranschaulichen beiden Partnern, dass es auch Dinge gibt, die sie gleich sehen – und eine gemeinsame Basis ist immer ein guter Ausgangspunkt.

Schritt 3: Unterschiede herausarbeiten und praktische Lösung finden

Im dritten Schritt geht es darum, genau zu klären, bei welchen Punkten man sich uneins ist. Bei diesem Schritt ist es wichtig, dass jede Seite genügend Zeit hat, seine Position zu erläutern. Und der professionelle Konfliktlöser wird ganz genau zuhören. Allein deshalb, weil der Andere mir mit seinen Ausführungen zusätzliche Informationen liefert, die ich dann verwenden kann. Aber auch deshalb, um praktische Lösungen zu finden.

Nicht selten ist es so, dass es eine Lösung gibt, mit der beide Parteien gut fahren können. Ein aktuelles Beispiel aus unserem Inhouse-Seminar Mitarbeitertraining München war, dass in einem gemeinsamen Büro einer der Kollegen morgens „zum Wachwerden“ Musik eingeschaltet hat – was den anderen Kollegen bei der Arbeit gestört hat. Sie haben häufig gestritten – sind aber nicht auf die ziemlich einfache Lösung gekommen. Fällt es Ihnen ein? Die Lösung waren Kopfhörer. Der Konflikt war auf einmal weg.

Mitarbeitertraining München: Bei schwierigen Konflikten sind kreative Lösungen gefragt

Ein etwas schwieriger Fall bei unserem Mitarbeitertraining München war, dass ein Kollege häufig und beiläufig frauenfeindliche Bemerkungen gegenüber seinen Kolleginnen gemacht hat. Und auf einfache Bitten, damit aufzuhören, nicht reagierte. Mit ernsten Ermahnungen kam man also nicht weiter. Die kreative Lösung? Die Kolleginnen haben vereinbart, dass sie alle (!) nach jeder sexistischen Bemerkung des Kollegen den Satz gesagt haben: „Sie sind ja Sexist, für diesen Satz können Sie ja nichts.“ Immer wieder. Und das Ergebnis: Nach 3 Tagen hat der Kollege mit den Bemerkungen aufgehört. An diesem Beispiel kann man gleich zwei Dinge lernen: Erstens ist man als Gruppe stärker – und zweitens kommt man mit Argumenten und rationalen Diskussionen bei einigen Menschen nicht weiter.

Wenn Sie sich für Konfliktlösungsmethoden interessieren oder wissen wollen, wie man einen bestehenden Konflikt lösen kann, kontaktieren Sie uns! Gerne führen wir auch ein Inhouse-Seminar für Ihre Mitarbeiter durch, in dem Teilnehmer lernen, wie Konflikte erst gar nicht entstehen. Oder Sie möchten in einem inspirierendem Impulsvortrag neue Denkansätze zu professionellem Konfliktmanagement für Ihr Unternehmen mitnehmen? Auch das bieten wir an! 

Wollen Sie darüber hinaus Kollegen in Diskussionen entlarven, die anstatt und professionell zu diskutieren Konflikte durch Scheinargumente schüren- oder ihnen ganz ausweichen? Dann sei Ihnen mein Online-Kurs „Schwarze Rhetorik: Manipulation durch Sprache“ mit bereits mehr als 7000 eingeschriebenen Teilnehmern empfohlen.

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Autor: Wladislaw Jachtchenko


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