Personalentwicklung München: Wie gut gehen Sie mit Kritik um?

von Argumentorik, 2. Februar 2016

Sind Sie kritikfähig? Die übergroße Mehrheit antwortet hier schnell und eindeutig: „Ja, ich bin kritikfähig, vor allem für konstruktive Kritik bin ich sehr offen!“ – Aber stimmt das wirklich? In unserem Inhouse-Seminar Personalentwicklung München stellen wir in Rollenspielen fest, dass viele Mitarbeiter auf Kritik negativ reagieren und dass man ihnen Trauer und Enttäuschung ansieht. Wie Sie mit berechtigter und unberechtigter Kritik umgehen sollten, zeigt Ihnen dieser Artikel.

Was tun bei berechtigter Kritik?

Bei berechtigter Kritik sollte man dem Anderen Recht geben. Nur ist es leichter gesagt, als getan. Der Satz „Du hast Recht“ ist einer der seltensten, den man bei Diskussionen im Beruf (aber auch im Privatleben) hört. Leider. Denn seinen Fehler zu akzeptieren würde ja bedeuten, dass man an diesem Fehler arbeiten möchte. Und an seinem Fehler arbeiten würde ja bedeuten, dass man sich weiterentwickelt. Wenn man dagegen den Fehler nicht zugibt, heißt es ja letztlich, dass man auch das nächste Mal so handeln wird. Das ist zwar einfacher (man muss ja genau genommen nichts anders machen), hindert uns aber am persönlichen Fortschritt.

Wenn also berechtigte Kritik kommt und wir diese akzeptieren und umsetzen, profitieren wir selber dadurch. Zwar fühlt sich das Zugeben des Fehlers schlecht an. Aber den Fehler nicht wieder zu tun fühlt sich langfristig noch besser an. Daher ist es rational, diesen Weg zu gehen und auch mal „Du hast Recht“ zu sagen.

Was tun bei unberechtigter Kritik?

Häufig ist Kritik auch komplett unberechtigt. Vor allem dann, wenn sie sachlich falsch ist. Der Umgang damit ist relativ einfach: Man hört sich die Kritik an und korrigiert den Anderen. Möglichst höflich. Denn wenn man selber Recht hat und triumphierend es den Anderen auch wissen lässt, wird der Andere beim nächsten Mal wohl kaum wieder Feedback geben.

Warum, fragen sich die Teilnehmer beim Inhouse-Seminar Personalentwicklung München, soll ich denn von jemandem Feedback haben wollen, der mich unberechtigterweise kritisiert hat? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Nur weil jemand einmal mit seiner Kritik falsch lag, heißt das nicht, dass er immer falsch liegen wird. Irgendwann hat der Kollege auch mal einen guten Punkt. Und um den auch empfangen zu können, darf man es sich durch Besserwisserei mit dem Kollegen nicht verscherzen.

Was tun bei allgemeiner Kritik?

Häufig ist die Kritik, die wir bekommen, ziemlich allgemein. Beispielsweise sagt ein Kollege zum Anderen: „Ich finde Deinen Vortragsstil ehrlich gesagt etwas ermüdend“ oder sowas wie „Ich finde, die Methoden, die Du nutzt, sind eher suboptimal“. Hier weiß man selber gar nicht so genau was der Andere genau meint. Häufig tun wir diese allgemeine Kritik als unberechtigt ab und fragen nicht weiter nach. Doch genau richtig wäre hier das Nachhaken durch konkrete Fragen. Denn vielleicht hat der Kollege ja durchaus einen wichtigen und richtigen Punkt.

Doch dieses Nachhaken braucht Mut. Denn letztlich ist es die Aufforderung an den Anderen, mich weiter und ausführlicher zu kritisieren. Aber auch das ist zwar, wie oben bereits bemerkt, kurzfristig etwas unangenehm. Bringt einen aber langfristig weiter, da ich diesen Fehler in Zukunft ausmerzen kann.

Personalentwicklung München: Grau ist alle Theorie…

Wenn Sie diesen Artikel hilfreich fanden, war das ja lediglich Theorie. Auch wenn Sie mit (fast) allem einverstanden sind, braucht diese Theorie praktische Übung. Diese Übung können wir für Sie und Ihre Kollegen in unserer Inhouse-Schulung zur Personalentwicklung München & deutschlandweit bereitstellen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!

Gut oder schlecht mit Kritik umzugehen ist oftmals auch eine Frage der Schlagfertigkeit. Deswegen sei Ihnen an dieser Stelle mein Online-Kurs „Schlagfertigkeit: Die 10 besten Schlagfertigkeitstechniken“ empfohlen, der Sie auf solche kritischen Momente exzellent vorbereitet.

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Autor: Wladislaw Jachtchenko


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