Die Kunst des Small-Talks

von Argumentorik, 4. September 2017

Es ist die Kunst des Small-Talks, mit jedem Menschen zu jeder Zeit eine ungezwungene Unterhaltung zu beginnen. Damit ist gekonnter Small-Talk ein Erfolgs-, sowie ein Spaßfaktor. Wie sonst nehmen Sie Kontakt zu fremden Menschen auf? Wie sonst bringen Sie Fremde dazu, Ihnen zu geben, was Sie wollen – Information oder andere Dinge? Small-Talk kann Türen öffnen. Doch vor Allem: Small-Talk ist lernbar.

Mit folgenden drei Verhaltensweisen surfen Sie spielerisch durch jeden Small Talk:

1. Seien Sie entspannt

Wenn Sie entspannt bleiben, haben Sie drei Vorteile: Sie sind einfallsreicher, Sie wirken authentischer und auch Ihr Gegenüber fühlt sich weniger unter Druck gesetzt. Deshalb heißt die Regel Nummer 1 beim Small-Talk: machen Sie sich keinen Stress.

So wie bei den meisten Dingen vergeht auch hier die Anspannung automatisch mit Ihrer Erfahrung. Deshalb der beste Tipp: Probieren Sie sich aus, wann immer Sie können. Trauen Sie sich auf Partys oder Veranstaltungen, Ihren Bekanntenkreis zu verlassen und suchen Sie nach fremden Gesprächspartnern. Solange Sie noch nicht so viel Übung haben, mit fremden Menschen zu quatschen, werden Sie sich auf der Suche nach einem neuen Gesprächspartner wahrscheinlich ein bisschen unwohl fühlen. Sobald Sie diese Anspannung bemerken, halten Sie einfach kurz inne. Das wirkt keinesfalls unnatürlich, ganz im Gegenteil: aufmerksames Warten ist eine gute Strategie des Small-Talks. Sie müssen nicht pausenlos irgendwelche Menschen anreden. Effektiver geht’s so: Gehen Sie an einen geeigneten Ort, wie die Küche oder der Raucherbereich – ruhig, anregend und ein Ort, wo sich Menschen auch mal aus Ihrer Gruppe lösen. Dort halten Sie sich auf und zeigen Offenheit. Der einzige Trick dabei: Verzichten Sie darauf, sich abzulenken. Schauen Sie nicht in Ihr Handy, schauen Sie die Menschen an. Vielleicht werden Sie ja angesprochen. Vielleicht offenbart Ihnen ein freundlicher Blick Ihren nächsten Gesprächspartner.

2. Bleiben Sie aufmerksam

Beim Small-Talk geht es um mehr, als nur um Worte. Es geht um Signale. Nicht jeder hat Lust zu quatschen. Aber wenn jemand Lust hat, können Sie das erkennen. Schauen Sie sich Ihr Gegenüber an. Garantiert entdecken Sie eine Besonderheit an ihm oder ihr, über die Sie sofort reden könnten. Jeder Mensch ist einzigartig. Alles was Sie brauchen, ist die Neugierde und den Mut, diese Einzigartigkeit anzusprechen. Das Festivalbändchen, die Halskette, die bunte Handyhülle – ich bin mir sicher, Sie finden noch originellere Besonderheiten.

Aufmerksamkeit ist auch deshalb wichtig, weil Sie nur auf diesem Weg bemerken, welche Themen Ihr Gesprächspartner gerade spannend findet und, ob der Gesprächspartner überhaupt noch Lust hat, sich weiter zu unterhalten.

3. Seien Sie interessiert

Letztendlich gilt natürlich ganz pragmatisch: richtige Fragen erhalten richtige Antworten. Dabei muss jedoch bemerkt werden, dass es unendlich richtige Fragen gibt. Einige Anregungen kann ich aus eigener Erfahrung berichten:

1. Stellen Sie offene Fragen – nicht Ja oder Nein. Und falls doch ein Ja oder Nein kommt, folgt Ihr Warum.

2. Vermeiden Sie eine Steckbrief-Abfrage. Erlaubt ist: Wie heißen Sie? Was machen Sie so? Wo kommen Sie her? Sparen können Sie sich dann tieferes Nachforschen: Wie alt sind Sie? Wo sind Sie geboren? Und so weiter. Vertiefen Sie sich stattdessen lieber ein Thema, welches Sie beide gleichermaßen anspricht.

3. Lassen Sie sich nicht zu Wertungen hinreißen. Bevor Sie sich nicht näher kennen, verzichten Sie auf Themen, wie Politik, Liebe oder Religion. Unterhalten Sie sich stattdessen über die sichtbare Umgebung oder gemeinsame Erfahrungen. Darin sind Sie beide Experten. Bleiben Sie bei den Fakten, selbst dann, wenn Sie nach Ihrer Meinung gefragt werden. Wenn Sie beispielsweise behaupten, Ihnen gefiele München besser als Berlin oder Berlin besser als München, werden Sie sofort in eine Schublade gesteckt. Stattdessen könnten Sie ganz objektiv antworten, dass es in München viele schöne Parks und Denkmäler, in Berlin dafür viel Kunst und Party gibt.

Sie sehen: Wenn Sie entspannt bleiben, aufmerksam sind und ein paar lockere Fragen auf Lager haben, wird Small Talk für Sie zum Kinderspiel. Wann sprechen Sie den nächsten Fremden an?

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Autor: Johannes Stark


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