Warum Ihr Erfolg davon abhängt, wie Sie Ihre Ziele formulieren

von Argumentorik, 28. Dezember 2017

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Neujahrsvorsätze – aus dem Alter sind Sie raus! Sind Sie sicher?

Ein gesünderes, ausgeglicheneres Leben, mehr Leidenschaft in Ihrer Beziehung oder einen Schritt nach vorn im Job – diese Themen könnten doch Relevanz für Sie haben. Jedoch treten neue Erfolge in den Bereichen Gesundheit, Partnerschaft oder Karriere selten von selbst ein. Oft müssen Sie etwas verändern, damit sich etwas in ihrem Leben verändert. Also wann, wenn nicht jetzt – zum 01.01.2018?

Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Selbst wenn Sie sich an Sylvester felsenfest vornehmen, dass Sie nicht mehr rauchen und jeden Tag Sport machen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Sie eine Woche später selbiges tun.

Was die Wenigsten bedenken: Ob Sie einen Vorsatz tatsächlich umsetzen, hängt fundamental davon ab, wie Sie ihn formulieren. In diesem Artikel verraten wir Ihnen 5 Eigenschaften effektiver Ziele und warum diese 5 Eigenschaften psychologisch so wichtig sind.

1.Make it specific.

Sie wollen mehr Sport machen? Das hört sich gut an – am 01.01. um Mitternacht. Doch was bedeutet „mehr Sport“ Montag morgens um 7:00 oder abends nach einem langen Arbeitstag? Nichts!

Deshalb gilt, ganz gleich, was Sie vorhaben: Setzen Sie sich ein spezifisches Ziel. Ein solches Ziel kann der Halbmarathon in 6 Monaten oder die Bikini-Figur für ihren Sommerurlaub sein.

Die Faustregel lautet: Sie sollten sich in einem klaren Bild vorstellen können, wo Sie hinwollen. Damit ist Ihr Ziel für Sie jederzeit greifbar. Wenn Sie dann Montag morgen Ihre Laufschuhe neben der Tür stehen sehen, wissen Sie sofort, um was es geht: Ihr Strandurlaub oder Ihre Zielgerade beim Marathon. Dadurch fällt es Ihnen viel schwerer, Ausreden zu finden.

2. Make it measurable.

Sie wissen jetzt, wo Sie hinwollen. Für eine gewisse Zeit ist das eine ausreichende Motivation. Spätestens nach einigen Wochen werden Sie sich dann jedoch die Frage stellen: Bin ich auf dem richtigen Weg? Mache ich überhaupt Fortschritte? Ihre Antwort auf diese Fragen ist oft entscheidend dafür, ob Sie weitermachen oder aufgeben. Deshalb überlegen Sie sich gleich zu Beginn, wie Sie Ihre Fortschritte messbar machen.

Für ihre Bikinifigur wäre ein klarer Indikator Ihr Körperfettanteil. Messen Sie, wo Sie heute stehen. Setzen Sie sich ein messbares Ziel. Und überprüfen Sie dann in regelmäßigen Abständen Ihre Fortschritte.

Auf dem Weg zum Halbmarathon testen Sie regelmäßig Ihre maximale Kondition: Heute 3 km in 30 min. Nächste Woche 4 km in derselben Zeit.

Und für eine leidenschaftliche Beziehung finden Sie sicher auch eine Maßzahl.

3. Make it achievable

Sie sich nun also Ihrer Fortschritte bewusst. Gleichzeitig genügt das oft nicht, um die Gewissheit zu haben, dass Ihr Ziel tatsächlich erreichbar ist. Um diese Sicherheit wahrzunehmen, ist es wichtig, dass Sie von Anfang eine genaue Vorstellung haben: Auf diesem Weg werden ich mein Ziel erreichen. Ihnen sollte klar sein, was Sie jeden Tag tun müssen, um am Ende erfolgreich zu sein.

Wie häufig wollen Sie trainieren, um den Halbmarathon in 6 Monaten problemlos zu meistern? Jeden Montag, Mittwoch und Freitag eine Stunde lang? Und für Ihre Traumfigur verzichten Sie auf Süßigkeiten – zumindest 6 Tage die Woche.

Oder ist ihnen doch die Karriere wichtiger? Dann legen Sie am besten jetzt schon fest, auf welchem Weg Sie sich eine Beförderung verdienen oder eine weitere Einkommensquelle erschließen wollen. Welche Weiterbildung können Sie in Angriff nehmen?

4. Make it reasonable

Wenn Sie Ihr Vorhaben bis hier hin geplant haben, sollten Sie sich noch einmal eine wichtige Frage stellen: Warum wollen Sie Ihr Ziel erreichen?

Sie werden irgendwann an einen Punkt kommen, an dem Sie keine Lust mehr haben, keinen Fortschritt mehr sehen und Zweifel haben, ob Sie Ihr Ziel erreichen können und das überhaut wollen. Für diesen Moment müssen Sie eine Antwort parat haben: Was ist der Grund für all die Mühe? Was wird dieser Erfolg in Ihrem Leben verändern?

Diese Begründung sollte so gut sein, dass Sie der bloße Gedanke daran in Aufregung und Vorfreude versetzt.

Warum also die Bikinifigur? Vielleicht wollen Sie sich gesünder und lebendiger fühlen oder  endlich mal die Beachtung von potenziellen Sexualpartnern erhalten, die Sie verdienen!

Warum der Marathon? Vielleicht wollen Sie sich beweisen, dass Sie einfach alles schaffen können!

Die beste Begründung stammt natürlich von Ihnen persönlich. Nehmen Sie sich Zeit, diese Begründung unmissverständlich zu formulieren.

5. Make it time bound

Zu guter Letzt ist es immer ratsam, einen zeitlichen Rahmen für Ihr Vorhaben festzulegen: Wann werden Sie Ihr Projekt abschließen? Wann wollen Sie Ihre Zwischenziele erreichen? Markieren Sie Ihre Etappen in einem Kalender.

In einem Monat wollen Sie vielleicht die 10-km-Marke knacken. In 3 Monaten sind Sie bei 15 km. In 6 Monaten laufen Sie den Halbmarathon.

Ab heute verzichten Sie auf Süßigkeiten. Ab 01.02. trinken Sie auch den Kaffee ohne Zucker. Ab 01.03. Essen Sie nicht mehr nach 19:00.

Auch Ihre Karrierepläne können Sie zeitlich festlegen: Spätestens im Februar haben Sie eine zweite Einkommensquelle erschlossen oder eine Weiterbildung beantragt. Vielleicht können Sie im April schon von Ihrer Investition profitieren.

Specific, Measurable, Achievable, Reasonable, Time bound – das merken Sie sich am besten als SMART-Formel. Bedenken Sie diese 5 Eigenschaften, wenn Sie am 01.01. um Mitternacht Ihren Neujahrsvorsatz machen. Die Umsetzung wird ihnen deutlich leichter fallen.

Für weitere Produktivitätstechniken neben der SMART-Methode wie die Eisenhower-Regel, die 80-20-Regel u.v.m. schauen Sie sich ein paar Video-Lektionen unseres Online-Kurses “Effizienz & Effektivität steigern: 10 beste Techniken” an. Es lohnt sich!


Autor: Johannes Stark


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