Frank Astor: Digital Leadership - Wandel im digitalen Zeitalter

Gut aufgestellt im Digitalen Zeitalter – Den Wandel in Organisationen erfolgreich gestalten

von Argumentorik, 15. Juli 2019

Ein Gastbeitrag von Frank Astor

Kleinere und mittelständische Unternehmen müssen sich nicht innerhalb weniger Monate zu Smart Factories entwickeln. Es reicht, wenn sie ihre Prozesse und Geschäftsmodelle Schritt für Schritt digitalisieren. Z.B. Durch flachere Hierarchien, mehr Eigenverantwortung und selbstbestimmteres Arbeiten in agilen Teams, denn dies ist die Zukunft der Arbeitswelt.

Innovationsgeist, Technikaffinität, Überzeugungskraft, Flexibilität, die Fähigkeit zum Netzwerken, Empathie und ein zeitgemäßes Verständnis von Diversity sind zentrale Faktoren für Digital Leadership oder Führung im Digitalen Zeitalter. Sieben Kernthesen haben sich dabei bewährt:

1. Persönlichkeit lässt sich nicht digitalisieren

Gerade in Zeiten, in denen sich Informations- und Kommunikationstechnologien immer rasanter entwickeln, sollten Führungskräfte vor allem über Empathie und Sozialkompetenzen verfügen. Denn nur diese geben den Mitarbeitern auf Dauer Halt und Orientierung.

2. Besser Menschenkenner sein als Fachexperte

Führungskräfte haben immer seltener einen Wissensvorsprung gegenüber ihren Mitarbeitern. Das macht aber nichts, wenn sie auf deren Expertise und Loyalität vertrauen. Zur Kernaufgabe von Führungskräften gehört, die Mitarbeiter mit Spezialwissen in Teams einzubinden und deren individuellen Stärken zu fördern. Und dies am besten im direkten Kontakt. Smartphone, Tablet und Co. vereinfachen zwar häufig die Kommunikation, aber kein Computerprogramm der Welt ersetzt nahbare Führungspersönlichkeiten, die für die Menschen in ihrem Umfeld greifbare Impuls- und Ideengeber sind.

3. Kreativität kann man nicht auf Knopfdruck abrufen

Kreativität ist die Voraussetzung für Veränderung und Innovationen. Und sie ist die zentrale Fähigkeit, die Menschen von Maschinen unterscheidet. Egal, ob der Chef Teamgeist fördern oder Konflikte lösen will – bei diesen Aufgaben helfen nur starke Führungspersönlichkeiten und keine Nullen und Einsen.

 4. Das Befehlsprinzip ist vorbei

Moderne Führungskräfte sind keine Besser-Wisser. Sie begegnen ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe. Anstatt Anweisungen zu geben, überlegen diese zusammen mit den Angestellten, welche Strategien den größten Erfolg für ihr Unternehmen bringen könnten. Das ist dann auch die beste Voraussetzung für deren Umsetzung.

5. Technisierung erfordert mehr emotionale Intelligenz

Je mehr seelenlose Technik in den Unternehmen zum Einsatz kommt, umso bewusster müssen wir den persönlichen, emotionalen Umgang miteinander pflegen. Je komplexer ein Arbeitsumfeld ist, umso stärker brauchen Mitarbeiter Orientierung und Sicherheit. Echte Leader aus Fleisch und Blut sind gefordert. Anstatt sich im Büro zu verbarrikadieren und nur noch über Mails mit den Mitarbeitern zu kommunizieren, sollte der Chef als Mensch greifbar bleiben. Und mit dem Mitarbeiter gemeinsam Lösungen zu finden.

 6. Empathie fördert den Erfolg

Aufgrund der Digitalisierung wird es für Führungskräfte immer wichtiger, sich in die Gefühlswelt ihrer Angestellten hineinversetzen zu können. Dann fühlen sich Mitarbeiter wohler und wertgeschätzt. Die Motivation steigt, sich zu engagieren. Eine wichtige Voraussetzung für Innovationen und für den Unternehmenserfolg.

7. Führung heißt Sinn stiften

Die Aussicht auf Prestige im Job lässt z.B. die Generation Y kalt. Für die Leistungsträger von Morgen stehen Selbstverwirklichung und sinnvolle Tätigkeiten im Vordergrund. Gefragt sind daher Führungsmethoden, die in der Lage sind, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Führungskräfte sollten ihre Werte und Überzeugungen klar kommunizieren, damit sie für ihre Mitarbeiter eindeutig sind. Denn nur wer authentisch ist und zu seinen Werten steht, erhält auf Dauer das Vertrauen seiner Angestellten.

Dies ist ein Gastbeitrag von Frank Astor, der mit seiner Firma Future Now Events Unternehmen wertvolle Impulse gibt, wie sie die Digitale Transformation praktisch umsetzen können.

PS: Lerne Frank Astor besser kennen und höre Dir jetzt die Podcast-Folge “Mit Humor lernen wir leichter und lieber” aus dem Podcast “MENSCHEN ÜBERZEUGEN mit Wlad Jachtchenko” an.


 Podcast-Folge 37 aus “MENSCHEN ÜBERZEUGEN