Was macht Menschen glücklich – Tipps und Anregungen aus der Psychologie

von Argumentorik, 15. März 2017

Nächsten Montag ist der Welttag des Glücks. Zu diesem Anlass haben wir uns gefragt: Was macht Menschen wirklich glücklich?

Hätten wir die alten Griechen gefragt, hätten die uns verraten: Wir erleben Glück auf zwei Arten. Das Ich-tu-was-ich-mag und das Ich-mag-was-ich-tu.
Ich-tu-was-ich-mag beschreibt den hedonistischen Genuss – zum Beispiel Sport, Urlaub, Sex oder an seinem Geburtstag sein Lieblingsessen zu bekommen. Ich-mag-was-ich-tu beinhaltet Zufriedenheit mit sich selbst – die Gewissheit, mit den richtigen Menschen das Richtige zu tun.

Was können Sie tun, um Ihr Leben auf beiden Ebenen zu bereichern?

1. Ich-tu-was-ich-mag

Genuss basiert auf Achtsamkeit. Das Schöne im Leben müssen Sie bewusst wahrnehmen, um es zu genießen. Viele Psychologen erkennen in der Achtsamkeit drei Verhaltensweisen:

  • Investieren Sie bewusst in Glück: Manchmal passiert Glück einfach so. Meistens jedoch stecken wir im Alltagssumpf: alles scheint irgendwie eintönig und langweilig. Deshalb liegt es bei Ihnen! Erschaffen Sie sich Ihre Glücksmomente selbst.
    Investieren Sie Zeit und Geld in Genussmomente. Fragen Sie sich täglich: Was würde mich heute wirklich freuen? Erfüllen Sie sich das bewusst – jeden Tag ein kleines bisschen.
    Und wenn Sie Ihre finanziellen Ausgaben planen, rechnen Sie mindestens 10% für Spaß und Genuss. Dann müssen Sie sich niemals schlecht fühlen, sondern können die Investition in vollen Zügen genießen.
  • Lassen Sie sich nicht ablenken: Glück ist ein Gefühl – lassen Sie es zu. Der Schlüssel zum Glück ist die Wahrnehmung eines Glücksmoments mit allen Sinnen. Wenn Sie etwas Schönes machen, nehmen Sie sich Zeit. Nichts lenkt mehr ab, als Zeitdruck. Schalten Sie das Handy aus und gönnen Sie es sich, nicht erreichbar zu sein und nicht an Arbeit und an Verpflichtungen denken zu müssen. Nur für ein paar Stunden. Ohne Uhr und ohne Handy wird es Ihnen nicht schwerfallen, sich voll und ganz auf den Moment und Ihre Gefühle dabei zu konzentrieren.
  • Seien Sie dankbar: Jeder schöne Moment ist ein Geschenk. Seien Sie dankbar und erkennen Sie, dass das Leben schön ist. Führen Sie sich vor Augen, dass das nicht selbstverständlich ist. Wissen Sie es zu schätzen. Auf diese Weise erleben Sie glückliche Momente bewusst, bleiben gleichzeitig bescheiden und stärken Ihr Vertrauen in die Zukunft. Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Augenblicke, dankbar zu sein.

2. Ich-mag-was-ich-tu

Ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit mit Ihrem Leben liegt in der Selbstwirksamkeit. Gemeint ist die Gewissheit, dass Sie durch Ihre Leistung ein bedeutungsvolles Ergebnis erzielen. Zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit können folgende drei Faktoren beitragen:

  • Seien Sie sich Ihrer Werte bewusst: Warum tun Sie, was Sie tun? Diese Frage ist der Schlüssel zur Selbstzufriedenheit. Sobald Ihnen der Grund Ihres Handelns bewusst ist, sind Sie nicht nur motivierter; Ihre Erfolge bekommen auch mehr Bedeutung. Sie wissen, dass Sie etwas Wichtiges tun! Sie sind zufrieden mit sich.
    Nehmen Sie sich also Zeit, sich klare Werte zu formulieren. Betrachten Sie dabei alle Bereiche Ihres Lebens. Ziehen Sie in Betracht, was Ihnen in Vergangenheit wichtig war. Außerdem können Sie Freunde zu Rate ziehen, Menschen die Sie gut kennen. Holen Sie sich Feedback. Seine Werte zu finden ist eine spannende Spurensuche.
  • Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen: Sie schaffen das – denn alles was Sie brauchen, steckt schon in Ihnen. Der Satz klingt etwas verbraucht, aber seine Botschaft ist wichtig. Wie bewerten Sie Ihren eigenen Einfluss auf Erfolg und Misserfolg? Zufriedene Menschen klopfen sich auf die Schulter, wenn Sie etwas geschafft haben, und halten sich vor Augen, dass Sie es nächstes Mal wieder schaffen. Für einen Misserfolg hingegen machen sie die widrige Situation verantwortlich. Das ist auch sicher keine faule Ausrede, denn solche Menschen überlegen sich gleichzeitig, wie sie diesen situativen Umständen beim nächsten Mal besser begegnen.
    Wir legen Ihnen also nahe: Seien Sie sich bewusst, wie Sie gebrachte Leistungen und neue Herausforderungen bewerten.
  • Denken Sie an das Wohl anderer: Glücksforscher sind sich einig – Zufriedenheit liegt auch im Dienst an anderen Menschen. Mit Dienst ist nicht gemeint, sich aufzuopfern oder völlig selbstlos zu handeln. Dienst an Anderen bedeutet nur, dass Sie auch das Wohl anderer Menschen zum Ziel haben. Unser evolutionär geprägtes Gehirn belohnt den Dienst an der Gemeinschaft und die daraus resultierende Zugehörigkeit mit Glücksgefühlen. Ein Grund mehr, Verantwortung zu übernehmen und sich bewusst um das Wohl seiner Mitmenschen zu bemühen.

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Autor: Johannes Stark


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